Beitrag geprüft durch Erbmanufaktur

Was gute Ruhestandsplanung wirklich für Sie leistet

Alle Informationen auf dieser Seite wurden durch Claus M. Büttner und den Erbrechts-Experten der ERBMANUFAKTUR vor der Veröffentlichung geprüft.

Eine gute, vernünftige und nachhaltige Ruhestandsplanung erlaubt Ihnen Ihren Ruhestand sorgenfrei zu genießen. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Sie sich frühzeitig mit Ihrem Leben nach der Arbeit auseinandersetzen. Themen wie ein sicheres Einkommen, die Vorsorgevollmacht, das Testament und die Pflege werden jeden Tag wichtiger. Damit Sie nicht überrumpelt werden, sollten Sie sich frühzeitig mit der Ruhestandsplanung beschäftigen.

Was ist Ruhestandsplanung?

Ruhestandsplanung berücksichtigt viele Faktoren für Ihr Leben im Ruhestand und hat ein Ziel: Ihnen ein angenehmes und sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Um dieses zu erreichen, sollten Sie verschiedene Fragen beantworten:

  • Haben Sie genug Einnahmen, um Ihre laufenden Kosten bis ins hohe Alter zu decken?
  • Welche laufenden Kosten werden Sie haben?
  • Welche Versorgungsansprüche gewinnen sie und welche Versorgungsansprüche verlieren sie, wenn Sie in Rente gehen?
  • Könnte es eine Versorgungslücke geben?
  • Wie möchten Sie wohnen?
  • Wollen Sie im Eigenheim, zur Miete oder in der eigenen Wohnung leben? Wollen Sie vielleicht sogar Ihren Ruhestand im Ausland verbringen?
  • Haben Sie an Regelungen wie das Testament, die Vorsorgevollmacht oder die Patientenverfügung gedacht?

Gerade der Austritt aus dem Arbeitsleben und der Übergang in den Ruhestand stellen für viele eine große Veränderung dar. Wer gut vorbereitet ist, verzichtet hier auf böse Überraschungen.

Wie Sie Ihren Ruhestand planen?

Gerade in heutigen Zeiten, wo Meldungen nicht mehr abreißen, dass viele Deutsche keine gute oder ausreichende Rente erhalten werden, ist die Ruhestandsplanung umso wichtiger. Da jeder seinen Lebensstandard auch im Alter halten möchte, ist es wichtig, dass Sie frühzeitig Ihren Ruhestand planen und die Ruhestandsplanung konsequent umsetzen.

Die Ruhestandsplanung wird umso wichtiger, da viele Deutsche nach dem Eintritt in die Rente noch mehrere Jahrzehnte leben werden. Laut Max-Planck-Institut werden 76 Prozent der Männer und 84 Prozent der Frauen über 85 Jahre alt. Jeder zweite Mann und 60 Prozent der Frauen erreichen ihren 90. Geburtstag. Das verdanken wir dem medizinischen Fortschritt und der immer besser werdenden Versorgung.

Ruhestandsplanung ist Finanzplanung

Wenn Sie Ihren Ruhestand planen, so ist es wichtig, dass sie mit kühlem Kopf ihre Finanzen überprüfen. Nehmen Sie aktuelle Einnahmen unter die Lupe und prüfen Sie, wo Sie Optimierungen vornehmen können. Je genauer Sie über ihre Einnahmen und Ausgaben Bescheid wissen, umso besser können Sie planen.

  • Klären Sie, welche Rentenansprüche Sie haben und mit welchen Summen Sie rechnen können?
  • Haben Sie Kredite, die Sie noch abbezahlen?
  • Unterstützen Sie Ihre Kinder finanziell? Wollen Sie sich noch etwas Großes leisten? (Eine Weltreise? Ein Haus?)
  • Erzielen Sie Einkommen aus anderen Quellen (Vermietung, Investitionen)?
  • Wollen Sie Besitz oder ein Haus verkaufen?

Wenn Sie einen Überblick über Ihr Einkommen und Ihre Ausgaben haben, können Sie besser Ihren Ruhestand planen. Gehen Sie bei Ihrer Planung davon aus, dass Sie 85 Jahre oder älter werden.

Ruhestandsplanung bedeutet Absicherung

Wenn Sie Ihre Finanzen geprüft und eine Planung aufgestellt haben, geht es an die Absicherung für Notfälle. Es ist wichtig, dass Sie sich absichern, damit eventuelle Schicksalsschläge Sie und Ihre Angehörigen nicht überraschen. Denn die deutsche Gesetze und Regelungen sind hier anders als viele glauben.


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Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Was leider oft unterschätzt wird, ist die Vorsorgevollmacht. Wer z.B. glaubt, dass der Ehepartner der gesetzliche Vertreter im Notfall ist, der irrt sich. Denn der Ehepartner benötigt eine ausdrückliche Bevollmächtigung, dass er im Notfall für Sie Entscheidungen treffen darf. Deswegen sollten Sie mit einer Vorsorgevollmacht eine vertraute Person bemächtigen, ihre persönlichen Angelegenheiten zu regeln. Das können finanzielle Angelegenheiten, die Vertretung vor Behörden und Angelegenheiten, die Ihren Besitz betreffen, sein.

Vergessen Sie darüber hinaus nicht die Patientenverfügung, denn mit dieser bestimmen Sie(!) welchen medizinischen Maßnahmen Sie zustimmen, was medizinisch durchgeführt werden darf und was nicht. Die Patientenverfügung regelt hier Ihren Willen für den Fall, dass Sie diesen selbst nicht mehr äußern können.


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Testament: Regeln Sie Ihr Vermächtnis

Setzen Sie Ihr Testament auf, um zu regeln, wem Sie etwas vermachen wollen. Denken Sie daran, falls Sie kein Testament oder keinen Erbvertrag haben, dann greift die gesetzliche Erbfolge.

In der gesetzlichen Erbfolge ist explizit geregelt, wer einen Teil des Erbes erhält. Es werden zunächst Kinder und Ehepartner berücksichtigt, danach folgende zweitrangige Verwandte wie die Eltern (falls sie noch leben) und nahe Verwandte. Gab es z.B. keinen Ehevertrag, so erhält der Ehepartner die Hälfte des Vermögens und die Kinder teilen sich die andere Hälfte des Vermögens.

Möchten Sie die gesetzliche Erbfolge ausschließen, dann sollten Sie dringend ein Testament aufsetzen.

Fazit

Mit einer guten Ruhestandsplanung sind Sie auf alles vorbereitet. Sie kennen Ihre Finanzen und sie wissen, was im Notfall passiert. Das sorgt für Entspannung und macht den Ruhestand noch besser. Fangen Sie früh mit der Ruhestandsplanung an, um böse Überraschungen zu vermeiden. Auch, wenn das Aufsetzen des eigenen Testaments unangenehm ist oder Gedanken an den Tod Ihnen nicht gefallen, da Sie bei bester Gesundheit sind, so helfen Sie sich damit nur selbst. Denn jetzt treffen Sie, während Sie in bester Verfassung sind, Entscheidungen für eine Zeit, falls Sie nicht mehr in bester Verfassung sind. Das hilft Ihnen und Ihren Angehörigen, denn es schafft Klarheit.

Über den Autor

Pierre Kurby ist Betreiber des Internet-Portals zur deutschen Sprache www.bedeutungonline.de. Auf BedeutungOnline kümmert er sich, um die deutsche Sprache und sammelt Begriffe aus den Mundarten, den Dialekten, der Jugendsprache und der Umgangssprache.

Claus M. Büttner

Veröffentlicht durch: Claus M. Büttner

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