Dieser Wiki-Eintrag wurde geprüft durch die Erbmanufaktur

Bewirtschaftungskosten

Zuletzt aktualisiert am: 15. Dezember 2025

Bewirtschaftungskosten sind laufende Ausgaben, die durch den Betrieb, die Nutzung und die Instandhaltung eines Gebäudes entstehen. Sie wirken sich auf die Rendite, den Ertragswert und die Vermietbarkeit der Immobilie aus.

Umlegbare Bewirtschaftungskosten

Umlegbare Kosten sind jene laufenden Ausgaben, die ein Vermieter nach den vertraglichen Regelungen oder gesetzlichen Vorschriften ganz oder teilweise auf den Mieter umlegen darf. Dazu zählen typischerweise:

  • Heiz- und Warmwasserkosten
  • Grundsteuer
  • Wasserversorgung, Abwasser, Müllabfuhr
  • Straßenreinigung, Gebäudeversicherung

Charakter: Der Vermieter trägt diese Kosten nicht dauerhaft selbst; sie werden durch Nebenkostenabrechnung an den Mieter weitergegeben.

Nicht umlegbare Bewirtschaftungskosten

Nicht umlegbare Kosten kann der Vermieter nicht auf den Mieter übertragen. Sie verbleiben als Belastung beim Eigentümer und mindern direkt die Netto-Rendite. Typische Beispiele sind:

  • Verwaltungskosten
  • Reparaturkosten außerhalb der Instandhaltungspflichten des Mieters
  • Instandhaltungs- und Modernisierungskosten
  • Mietausfall- und Rechtsverfolgungskosten

Das könnte Sie auch interessieren:

Das Patchwork- Testament mit Immobilien

In Patchworkfamilien leben Partner, gemeinsame Kinder, Kinder aus früheren Beziehungen und Stiefkinder unter einem Dach. So vielfältig die Familie, so kompliziert das Erbrecht: Die gesetzliche ErbfolgeDie gesetzliche Erbfolge hat eine bestimmte Reihenfolge und Ordnungen, die man bei Fragen rund um das Vererben beachten sollte. Mehr erfahren passt selten zu dem, was die Beteiligten eigentlich wollen. […]

Bauzinsen 2026: Was die Zinslage für den Verkauf einer Nachlassimmobilie bedeutet

Die Bauzinsen haben sich 2026 auf einem deutlich höheren Niveau stabilisiert. Was das für Erbengemeinschaften bedeutet, die eine Immobilie verkaufen oder unter sich aufteilen wollen.

Erbschaftsteuerreform 2026: Was Erben von Immobilien jetzt wissen müssen

Ein Eckpunktepapier der SPD und ein ausstehendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts bringen die Erbschaftsteuer 2026 zurück auf die politische Agenda. Was das für Immobilienerben jetzt schon bedeutet.

Gewerblicher Grundstückshandel und Drei-Objekt-Grenze verständlich erklärt

Sind Sie Eigentümer mehrerer Immobilien, kann beim Verkauf schnell die Frage aufkommen, ob bereits ein gewerblicher GrundstückshandelSind Sie Eigentümer mehrerer Immobilien, droht Ihnen beim Verkauf der Vorwurf des gewerblichen Grundstückshandels. Die Thematik ist so umfangreich, dass das Bundesministerium für Finanzen in 13 Seiten „Erlass zum gewerblichen Grundstückshandel“ (BMF v. 26.3.2004, IV A6-S2240-46/04) die Abgrenzung zwischen […]

Claus M. Büttner, Gründer der Erbmanufaktur Erbspezialist, Immobilien- & Nachlassexperte